Atlantikküste von Cádiz bis Gibraltar

Sonntag, 10.05.15

Vor dem Auschecken aus dem Hotel genehmigten wir uns das mit 11 € bisher teuerste Hotelfrühstück dieses Urlaubs, das aber auch das bisher abwechslungsreichste war, es gab quasi alles, was auch in einem deutschen Hotel beim Frühstück Standard ist. Also eigentlich untypisch spanisch…! Mautfrei fuhren wir über Landstraßen bis nach El Puerto de Sta. Maria, gemütlich in 1,5 Stunden, parkten in einem Parkhaus mitten im Ort, das wir vorher im Internet herausgesucht hatten, und liefen von dort aus in ca. 5 Minuten mit unseren Koffern ins Hotel. Nach dem Einchecken gaben wir die Koffer dort in Verwahrung, da wir so früh das Zimmer noch nicht beziehen konnten, und gingen dann gleich weiter zum Hafen, wo wir uns Tickets für die Fähre nach Cádiz kauften. In der Stunde Wartezeit, die wir bis zur Abfahrt der Fähre noch hatten, machten wir einen ersten Erkundungsgang durch El Puerto, teilweise hübsche Bausubstanz in der Altstadt mit max. zweistöckigen Häusern, leider aber oft auch vernachlässigt und langsam verfallend, viel los war im Ort nicht, das lag aber z.T. auch daran, dass heute Sonntag war.

Um 12:50 Uhr fuhr das Boot ab, und in einer halben Stunde waren wir schon in Cádiz, die Ankunft war etwas enttäuschend, da man von der Altstadt vom Boot aus nicht allzu viel sah, stattdessen hatte man vor allem Ausblicke auf Industriegebiete und den Hafen, trotzdem war es sicher um einiges schöner und entspannter, als wenn wir mit dem Auto nach Cádiz hineingefahren wären. Wie im Reiseführer empfohlen drehten wir eine Runde gegen den Uhrzeigersinn einmal um die Halbinsel, auf der sich die Stadt befindet. Im ersten Teil lief man noch durch z.T. sehr hübsche Parkanlagen, später dann war die Bausubstanz, an der wir vorbeikamen, nicht mehr so schön, viele gesichtslose Neubauten, Autostraßen, staubige Parkplätze und ein proppenvoller Stadtstrand (schließlich war ja heute Sonntag). O.k., der Blick aufs Meer war zwar da, den hatten wir an anderen Orten aber auch schon, und das teilweise mit schönerer Umgebung. Die wirklich hübschen Häuser waren dann auch nicht an der Uferpromenade zu finden, sondern versteckten sich in der schönen Altstadt, auch hier gab es wieder viele enge Gassen, ‘zig Balkone, z.T. zum Wintergarten verglast, dazwischen wirklich schöne Plätze, alles sehr, sehr pittoresk. Typisch für Cádiz waren aber vor allem die „Türme“, Häuser mit Ausguck obendrauf, erbaut von den Kaufleuten, damit sie von dort aus rechtzeitig die Ankunft ihrer Handelsschiffe sehen konnten. Über 100 dieser Häuser existieren noch, eines davon, die Torre Tavila, konnte man besichtigen, der Eintritt war zwar recht teuer (6 € / Pers.), es bot sich von oben aber tatsächlich ein fantastischer Ausblick über die ganze Stadt. Im Gebäude selbst erhielten wir dann noch eine interessante, andere Art der „Stadtführung“, denn hier hatte man eine Camera obscura errichtet, mit Hilfe derer wir alle wichtigen Bauwerke der Stadt gezeigt bekamen, bei strahlend blauem Himmel in gestochen scharfer Bildqualität – sensationell! Witzigerweise hatte man im Treppenhaus auch die Fotos anderer Häuser mit Camera obscura aufgehängt, u.a. auch das aus Mülheim/Ruhr, wo ich gar nicht lange zuvor noch war, die Bilder dort konnten aber in ihrer Brillanz und Plastizität mit Cádiz nicht mithalten, das Wetter hier war einfach besser. Zweimal haben wir lecker gegessen, jeweils in der Nähe der Plaza Mina, zu Mittag die hiesige Spezialität „cazón en adobo“ (marinierter Hai), sehr köstlich, später dann – mal wieder ganz klassisch und unspanisch – einen Caesar-Salat. Und zwischendurch gab’s ein Eis an der Plaza de las Flores. Auf die Besichtigung der Kathedrale von innen verzichteten wir, davon hatten wir in den letzten Tagen schon zu viele gesehen, und von außen schien sie uns eindrucksvoll genug. Um 20:30 Uhr nahmen wir das letzte Schiff zurück nach El Puerto, liefen ins Hotel und bezogen dort unser sehr, sehr schönes Zimmer in der 2. Etage mit allem „Luxus“, den wir so brauchten.

Montag, 11.05.15

Heute ging der Wecker um 7:45 Uhr, um 9 Uhr verließen wir das Haus, ein Frühstückscafé zu finden schien in El Puerto schwierig, schließlich hatten wir direkt in der Nähe unseres Parkhauses aber doch Erfolg und konnten dort gut und auch preiswert frühstücken, kauften uns auch noch ein paar Bocadillos als Marschverpflegung für unsere heutige Wanderung ein. Nach 1:15 Std. Fahrt erreichten wir den angesteuerten Wanderparkplatz El Picacho im Naturpark Los Alcornocales, wo wir unsere Wanderung auf den Aljibe starteten, die andere der beiden Wandertouren in Andalusien, für die ich im Vorfeld das notwendige Permit organisiert habe. Insgesamt ca. 800 Höhenmeter lagen vor uns, der Wanderführer gab dafür eine Zeit von 3:30 Std. vor, laut Infotafel am Start sollte man 5 Std. einplanen, die Wahrheit lag, wie so oft, in der Mitte, wir brauchten 6:30 Stunden, das aber wie üblich inkl. vieler Pausen und mit gemütlichem Tempo, außerdem hatte mein Freund leider bergab Probleme mit dem Fuß. Sehr schön war die Laguna Picacho, die man schon nach kurzer Gehzeit erreichte, hier wimmelte es im Wasser nur so vor Schlangen, soweit ich das sah alles harmlose Ringelnattern, aber man weiß ja nie… Auf dem Rückweg waren auch noch ein paar Zwergtaucher am anderen Ufer zu sehen. Überall auf dem Weg standen (z.T. schon mehrfach) geschälte Korkeichen herum, die den Charakter dieses Waldes und der gesamten Wanderung ausmachten. Unterwegs passierten wir auch noch die Überreste von 2 gemauerten Öfen und von Holzkohlenmeilern, außerdem gab es hier ziemlich viele Kühe. Nach ca. 1 Stunde bergauf mussten wir ein kurzes Stück einer wenig befahrenen Straße folgen, ehe der Weg wieder abbog und über eine Forststraße führte, erst durch Wald, dann oberhalb der Baumgrenze bis schließlich zum Gipfel. Aus dem Wald herausgekommen wurde es richtig windig und plötzlich dementsprechend auch überraschend kalt. Der Ausblick vom Gipfel war grandios, rings um uns herum waren Wälder, wir konnten bis zum Felsen von Gibraltar sehen, die Bucht von Cádiz war wegen der etwas diesigen Sicht leider nicht zu erkennen. Am Gipfel legten wir unsere Mittagsrast ein, zurück am Auto waren wir gegen 17:45 Uhr.

Die Fahrt ging weiter durch menschenleere Gegenden mit viel Wald und Kühen, bis wir Arcos de la Frontera gegen 18:45 Uhr erreichten. In der Stadt, hoch auf einem Felsriegel, konnten wir noch einen schönen Stadtrundgang machen und genossen auch hier die tolle Aussicht, ebenso wie später ein leckeres Abendessen mit Salmorejo, Salat, Sangria und Sprite. Gegen 21:30 Uhr brachen wir wieder auf und waren gegen 22:15 Uhr zurück in unserem Hotel in El Puerto.

Dienstag, 12.05.15

Ein Tagesausflug nach Gibraltar stand heute auf dem Programm. Der Wecker ging um 8 Uhr, gefrühstückt haben wir wieder in der Bar Manolo am Rathausplatz, gegen 10 Uhr ging’s dann los Richtung Südost, heute dauerte die Fahrt 1,5 Stunden, zum Großteil dieselbe Strecke wie am Vortag, obwohl interessanterweise das Navi heute eine andere, längere (!) Strecke als gestern vorschlug. Da verstehe einer die Technik! Geparkt haben wir im Parkhaus La Focona im spanischen Grenzort La Linea, für den ganzen Tag kostete das auch wieder 16,50 €, ersparte uns aber die lange Autoschlange am Grenzübergang, den wir zu Fuß problemlos passieren konnten, es wurde lediglich ein kurzer Blick in den Personalausweis geworfen, abends beim Rückweg fand dann gar keine Kontrolle mehr statt. Und in Gibraltar selbst wäre das Parken ja schließlich auch nicht kostenlos gewesen… Über die Rollbahn des Flughafens gingen wir in die Stadt, der Verkehr wurde hier witzigerweise mit einer Ampel geregelt! Die Fußgängerzone in der Stadt wirkte dann auch tatsächlich eher britisch als spanisch, war jedoch stark, wie nicht anders zu erwarten, auf Tourismus und zollfreies Einkaufen eingestellt. Ansonsten war die Stadt nicht wirklich sehenswert, viele Bauaktivitäten bzw. Neubauten, wenn das so weiter geht wird hier bald alles zugebaut sein. Na ja, zum Glück geht das nicht, da ja große Teile der Enklave unzugänglicher Fels sind, trotzdem strebten die Bauten schon die Hänge entlang bzw. in Form von Hochhäusern in die Höhe. Alte Architektur war in Ansätzen lediglich noch im Stadtzentrum zu finden, z.B. schöne Balkone/Glaserker, ähnlich wie in Cádiz. Über eine Rolltreppe (im Freien!) ging’s raus aus der Stadt, hoch auf den Fels und weg vom Trubel. Am Eingang zum Naturschutzgebiet Upper Rock wurde ein Eintrittsgeld in Höhe von £ 10/Pers. fällig, das beinhaltet dann aber auch die Eintrittsgelder zu den Sehenswürdigkeiten, ohne diese hätte es nur 50 pence gekostet, wir haben aber „mit“ gebucht. Alles in allem war die Wanderung hier sehr schweißtreibend, es ging doch ziemlich hoch hinauf, leider waren auch viele Taxen unterwegs, mit denen man ebenfalls zum Gipfel fahren konnte, was dann leider doch ein wenig störte. Ruhe hatten wir erst beim Abstieg, für den wir die sog. Mediterranean Steps wählten, einen alten, britischen Militärpfad. Zuerst aber bestiegen wir hinterm Kassenhäuschen den Turm des Moorish Castle mit ganz netter Aussicht, die man aber vom Weg aus meist genauso gut hatte, also nichts besonders. Hier stießen wir dann auch schon auf den ersten Affen! Danach besuchten wir die Grand Siege Tunnels, ein in den Fels gehauenes, beeindruckendes Tunnelsystem aus der Zeit der großen Belagerung durch die Spanier 1779-83, in dem interessante Info-Tafeln und mit lebensgroßen Puppen nachgestellte Szenen die damalige Situation anschaulich machten. Aus den Schießscharten boten sich z.T. spektakuläre Ausblicke! Weiter ging danach der Weg bergauf, wir unterquerten die Seilbahn, die dritte Möglichkeit, den Gipfel zu erreichen, und kamen kurz danach zur offiziellen „Affenfütterungsstelle“, nachdem wir bisher immer nur auf vereinzelte Affen trafen, hielten sich hier ziemlich viele auf, kein Wunder, wenn sie hier verpflegt werden. Ein ausreichender Sicherheitsabstand sollte eingehalten werden, die Gebisse der Tiere, wenn man sie denn mal sah, waren schon ehrfurchteinflößend, auch wenn sie nicht wirklich aggressiv wirkten, aber man weiß ja nie. Auf den Aufstieg zur Gipfelstation der Seilbahn verzichteten wir, liefen stattdessen weiter, den Hang wieder etwas hinab zur St. Michael’s Cave, einer riesigen Tropfsteinhöhle mit kitschig-bunter, aber trotzdem beeindruckender Ilumination, die heute als Konzertsaal dient, hier ein Konzert zu hören ist sicher eindrucksvoll, so eine Höhle hätte ich hier gar nicht erwartet. Schließlich ging’s wieder bergauf, jetzt zum höchsten Punkt des Felsens, O’Hara’s Battery, von dort aus folgte dann der endgültige Abstieg hinunter in den Ort, diesmal über die o.g. Mediterranean Steps, durch üppig-tropisches Grün, da der Abstieg auf der Ostseite der Halbinsel lagen, verlief der Weg im Schatten, was in Anbetracht der Hitze ganz angenehm war, insgesamt sicher der beste, aber auch spektakulärste Teil der Wanderung des heutigen Tages, abgesehen von der schönen Aussicht. Am Jew’s Gate beim ehem. Judenfriedhof trafen wir wieder auf die Straße, hier stand jetzt ein Denkmal der 2 Säulen des Herkules, einerseits Gibraltar, andererseits den Atlas darstellend, schließlich hatten wir hier Afrika (mit dem Atlasgebirge) direkt vor unserer Nase. Der Weg führte jetzt die Straße entlang zurück, der Verkehr nahm immer weiter zu, es wurde lauter und hektischer. Im Ort selbst kehrten wir beim „Angry Friar“ für typisch englische Fish & Chips ein. Der Laden war etwas schmuddelig, die Bedienung aber ganz nett, und Haute Cuisine erwartet man in einem englischen Lokal ja eh nicht. Das Essen (11 €) war dementsprechend o.k., der Fisch sogar ziemlich gut. An der Kathedrale vorbei gingen wir danach langsam zum Auto, kamen dort im Parkhaus gegen 20 Uhr an und erreichten unser Hotel in El Puerto nach entspannter Fahrt, noch weitgehend im Hellen, etwa 1,5 Stunden später.

Mittwoch, 13.05.15

Für den letzten Urlaubstag war eine Fahrt nach Jerez de la Frontera geplant, Da dieses direkt benachbart zu El Puerto de Santa Maria lag, traten wir die Fahrt dorthin bequem und günstig mit der Bahn an, zahlten pro Person und Fahrt 2 €, die dauerte dann auch nur 10 Minuten. Zuerst machten wir, wie üblich, einen Stadtbummel, kamen an der Markthalle vorbei, wo am Vormittag (es war ca. 10:30 Uhr) richtig viel Betrieb war, v.a. die große Fischhalle war sehenswert. Der Ort selbst war hübsch und gepflegt, wenn auch nicht sensationell, v.a., wenn man schon andere, beeindruckende Städte in Andalusien zuvor besichtigt hat. Die vielen blühenden Bäume, schmale Gassen, ein schönes, altes Rathaus, viele Kirchen (meist geschlossen) und die von außen prunkvolle Kathedrale beeindruckten, erneut verzichteten wir aber auf den Besuch der letzteren, da wir davon nicht allzu viel erwarteten und außerdem noch 2 andere Highlights in Jerez auf uns warteten. Das erste war die für 12:15 Uhr geplante, deutschsprachige Führung durch die Sherry- und Weinbrandproduktionsstätten von Tio Pepe / Gonzalez-Byass. Die Tour wurde witzigerweise von einer deutsch sprechenden Holländerin geleitet, die ihre Sache gut und interessant machte, inkl. Sherry-Verkostung dauerte das alles 2 Stunden, leider gab’s aber nur 2 Gläser Sherry inklusive… Die Bodega verkauft weltweit 7 Mio. Flaschen pro Jahr, da bei der Lagerung etwa 2-3 % des Sherrys bzw. Brandys verdunsten, liegt über der ganzen Anlage ein toller Duft! Es wird ein Verschnittverfahren durchgeführt, in dem die Fässer in Etappen von oben nach unten aufgefüllt werden. Hauptsächlich werden sog. Palomino-Trauben für den Sherry verwendet, außerdem ein kleiner Anteil Pedro Ximenez-Trauben, bei allem handelt es sich um weiße Trauben, keine roten. Die Sorten Fino, Amontillado und Oloroso sind trockener, werden durch Schimmel abgedeckt (!), die Sorte Croft wird ohne Schimmel gelagert und besitzt einen höheren Alkoholgehalt. In einem besonderen Raum wurden viele Fässer von Prominenten handsigniert, neben dem spanischen Königshaus (natürlich!) fand man hier auch die Unterschriften von beispielsweise Margret Thatcher, Steven Spielberg, Stan Laurel und Oliver Hardy u.v.a.m. Den Eintrittspreis von 13 € war die Tour auf alle Fälle wert, gekauft haben wir vor Ort allerdings nichts, da wir das nicht auch noch den ganzen Tag mit uns herumtragen wollten. Nach der Bodega besuchten wir noch den Alcazar nebenan, ganz nett, aber nicht im Entferntesten mit dem von Sevilla zu vergleichen. Die Anlage war eher schlicht und einfach, bot aber von vielem etwas zum Anschauen, so eine alte Moschee, eine Ölmühle, arabische Bäder, alte Maurengemächer und einen Festungsturm, natürlich alles weitgehend leer, ohne Inneneinrichtung, dazu brauchte man dann doch ein wenig Fantasie

Schließlich nahmen wir einen Bus und fuhren damit zum 2. und abschließenden Höhepunkt des Tages, der Feria. Die Feria von Jerez de la Frontera ist ein Volksfest, das sich im Frühjahr über einen Zeitraum von über einer Woche erstreckt, zu sehen gibt es hier Spanien genau so, wie man es sich vorstellt, mit Pferden, Musik, Tanz und Trachten. Auf einer riesigen Festwiese war ein ganzes Dorf aus Festzelten aufgebaut, die i.A. den hermandades (schon wieder!) gehörten und wo Essen und Getränke verkauft wurden. Mehrere Weg führten im Schachbrettmuster über das Festareal, auf den beiden Hauptachsen fuhren den ganzen Tag über Kutschen auf und ab, gegen Entgelt konnte man auch mitfahren, außerdem präsentierten Reiter sich und ihre edlen Tiere. Es herrschte überall schon am Nachmittag eine tolle Stimmung, fast alle Frauen kamen in typischen Flamencokleidern, aus Lautsprechern drang an allen Ecken Musik, es wurde spontan und auf großen Tanzflächen getanzt – überall gab es viel zu gucken und noch mehr zu fotografieren, ein Fest für Auge und Kamera! Nur schwer konnten wir uns wieder trennen, besonders schön soll es auch am Abend sein, wenn alles beleuchtet ist. Fast erschlagen von den vielen Eindrücken nahmen wir aber schließlich doch den Bus, der uns zurück zum Bahnhof brachte und von dort die Bahn zurück nach El Puerto. Im Hotel angekommen gegen 19:45 Uhr machten wir erstmal einen Online-Check-In für den Flug am nächsten Tag, komischerweise lagen unsere 2 zugeteilten Sitzplätze doof verteilt nicht direkt nebeneinander, die Umbuchung ging zwar, war aber aufwändig, schwierig und unkomfortabel… Nach letzten Rückreise-Vorbereitungen wie Kofferpacken gingen wir dann nochmal zum Abendessen und aßen in der Nähe des Hafens in einem Ecklokal auch ganz lecker, es gab Rotbandbrasse bzw. Thunfisch mit Zwiebeln, beides wieder als halbe racion, was völlig ausreichend war. Mit einem ebenfalls sehr leckeren Eis traten wir den Rückweg an und waren um 22:45 Uhr wieder im Hotel für unsere letzte Nacht.

Donnerstag, 14.05.15

Viel ist heute nicht passiert, und es hat alles zum Glück gut geklappt. Der Wecker klingelte um 7:30 Uhr, da die Koffer bereits gepackt waren, waren wir schon um 8:20 Uhr beim Frühstück, das wir heute im Hotel einnahmen, etwas vor dem „offiziellen“ Beginn, aber schon bald bekamen wir unsere Brötchen. Nach dem Auschecken rollten wir um 9 Uhr unsere Koffer zurück zum Parkhaus, zahlten die hier überraschend geringe Gebühr von nur knapp 4 € / Tag und fuhren los, wieder auf derselben Strecke wie schon Montag und Dienstag Richtung Gibraltar, danach über die „Autovia del Mediterraneo“ nach Málaga, es herrschte insgesamt wenig Verkehr, v.a. auf dem mautpflichtigen Teilstück, das uns an 3 Mautstationen insgesamt 10 € kostete. Gegen 12 Uhr kamen wir am Flughafen Málaga an, tankten noch einmal den Wagen voll und gaben ihn dann problemlos wieder ab, die Tankanzeige wurde kontrolliert, ansonsten gab’s keinen weiteren, intensiven Check. Der Tacho zeigte bei Abgabe des Wagens 2858 km mehr an als bei der Annahme, was einer durchschnittlichen Tagesfahrstrecke von uns von 136 km entsprach – ganz o.k., wie ich finde. Mit dem Shuttlebus des Verleihers ging’s dann auch gleich zum Flughafengebäude, obwohl der Abflug erst in 3 Stunden war, konnten wir schon ohne jegliche Warteschlange unser Gepäck aufgeben – sehr angenehm! Zum Glück hatte die Änderung der Sitzplatzreservierung am Vortag geklappt, so dass wir die Plätze hatten, die wir wollten. Nach ebenfalls problemlosen Sicherheits-Check aßen wir eine Kleinigkeit, teuer wie in allen Flughäfen der Welt, danach kaufte ich zur Erinnerung an die Bodega-Besichtigung vom Vortag noch eine Flasche des guten Lepanto-Brandys, wie ich gelernt hatte angeblich die beste Sorte von Tio Pepe / Gonzalez-Byass, egal, wichtig war mir, dass er schmeckte, und das tat er nun wirklich! Der Abflug erfolgte leicht verspätet um 15:30 Uhr, wir starteten übers Meer, machten dann eine 200 Grad-Drehung nach rechts, konnten so aus dem Fenster rechts noch einen kurzen Blick auf den Flughafen von oben werfen und flogen dann über Spanien und Frankreich in die Schweiz, bei diesigem Wetter und Wolken gab es leider fast gar nichts zu sehen. Die Landung erfolgte um 17:50 Uhr, in Zürich hatten wir fast 3 Stunden Zeit für den Zwischenstop, aber auch die verging. Pünktlich um 20:45 Uhr hoben wir ein weiteres Mal ab und nach 1 Stunde Flug in einem sehr vollen Flieger (im Gegensatz zum Hinflug) landeten wir schließlich wieder in Düsseldorf. Das Gepäck kam diesmal rasch, so konnten wir noch den Zug um 22:29 Uhr am Flughafen-Bahnhof erreichen, um 23:10 Uhr war ich endlich zuhause.