Neu-England zum Indian Summer und die Metropolen des Nordostens der USA


Seit einigen Jahren stand diese USA-Reise in der Planung, ich wollte gerne nach über 10 Jahren mal wieder über den großen Teich, hatte aber mehrere Wunschziele dort, zwischen denen ich mich nicht so recht entscheiden konnte. Meinem Freund hingegen, der noch nie in den USA war, war von vorneherein klar, dass er am liebsten den Indian Summer in den sog. Neuengland-Staaten sehen wollte (bzw. die Fall Foliage, wie die Laubfärbung in den USA korrekterweise genannt wird).


Auch mich interessierte das, somit war das Ziel letztlich doch rasch ausgemacht. Aus diversen Gründen musste die Reise aber zunächst ein ums andere Jahr verschoben werden. Nachdem der Termin Herbst 2014 dann aber endlich fest stand und es an die konkretere Planung ging dachten wir, dass sich doch auch die großen Städte des Nordostens für einen Besuch anbieten würden, wenn wir schon mal in der Gegend sind, und für mich waren (aus Gründen, die ich bis heute nicht genau benennen kann) die Niagara-Fälle schon seit meiner Kindheit ein Ziel, das ich einmal im Leben besucht haben wollte, also standen die auch noch mit auf der Route. Eine Grobplanung mittels Google Maps ergab eine doch recht lange Tour, für die uns 3 Wochen fast zu kurz waren, so hängten wir noch ein paar Tage unseres kostbaren Jahresurlaubs dran und kamen auf eine Reisezeit vor Ort von 26 Tagen, was uns ausreichend schien für einen nicht zu stressigen Urlaub.

 

Der nächste Schritt war dann die Planung der einzelnen Etappen. Einerseits wollte ich nicht zu spät im Jahr fahren, um noch ein paar schöne warme Tage zu erwischen, andererseits ist ein früher Termin dann aber wieder riskant im Hinblick auf die Laubfärbung, die möglicherweise im September noch nicht so ausgeprägt ist, so dass wir die erste Oktoberwoche noch mit in die Reiseplanung einbezogen haben. Eine „Rund“-Reise hätte den Verlauf New York – Washington – Niagara Falls – Green / White Mountains – Acadia Nationalpark – Boston – Cape Cod – New York gehabt, somit wäre der Besuch in den Bergen, wo ich den Höhepunkt der Fall Foliage erhoffte, eher in die Mitte der Reise, also noch in den September gefallen. Um diesen Teil ans Ende, in den Oktober zu setzen, wurde der zweite Teil der Tour dann einfach umgestellt und die Reiseroute nahm die Form einer 8 an. Auf alle Fälle hatten wir so Hoffnung, möglichst viel vom Peak der Fall Foliage mitzubekommen.

 

Im Januar buchten wir dann einen Direktflug von Düsseldorf nach New York, und da Lufthansa doch ein bisschen mehr Sitzabstand hat als die Konkurrenz von Airberlin gönnten wir uns auch deren Flug für 590 € / Person, der Flug mit Airberlin an denselben Daten wäre nur 25 € preiswerter gewesen, aber bei einem Flug von mehreren Stunden ist halbwegs bequemes Sitzen schon nicht zu verachten.

 

Als nächstes standen die Hotelbuchungen an. Da ich in mancher Hinsicht lieber auf Nummer Sicher gehe und weil ich fürchtete und gelesen hatte, dass möglicherweise in unserer Reisezeit, die ja Hauptsaison in Neu-England ist, viele Hotels ausgebucht sein könnten, ich andererseits keine Lust verspürte, abends im Dunkeln noch durch die Gegend zu gurken und ein Hotel nach dem anderen abzuklappern, haben wir dann auch alle Unterkünfte nach ein bisschen Internet-Recherche, Preisvergleich und Lesen von Bewertungen bei Booking.com und Tripadvisor vorgebucht. Die Buchungen erfolgten teils über das Portal von Booking.com, teils über die Unterkünfte selbst, und auch ein paar Privatunterkünfte hatten wir eingestreut, die wurden über airbnb gebucht.

 

Beim Mietwagen ging’s schnell, hier waren wir recht kurzentschlossen mit der Reservierung eines Midsize-SUV für 913 € für 3 Wochen, die Preise an der Ostküste sind ja offensichtlich leider etwas höher als in anderen Teilen der USA, dennoch schien uns der Preis akzeptabel und ein bisschen bequem wollten wir ja die Tausende Meilen auch zurücklegen.

 

Schließlich machten wir noch Vorab-Buchungen für die Statue of Liberty (Crown Ticket), die Independence Hall in Philadelphia sowie das Washington Monument und das Capitol in D.C., so konnten wir bei den stets begrenzten Kontingents sicher gehen, dass wir auch die gewünschten Tickets bekommen und haben uns langes Schlangestehen früh am Morgen vor den jeweiligen Ticketschaltern erspart, zumal von den 3 letztgenannten Tickets die fürs Capitol gar nichts kosteten und die beiden anderen nur eine geringe Reservierungsgebühr von wenigen Dollar – die Karten für das Washington Monument wurden sogar per Post hierher nach Deutschland versandt!

 

Schon vorab als Fazit: es war für uns eine Super-Tour, auf der wir in Form einer 8 durch den Nordosten der USA gefahren sind, alles hat gut geklappt, das Wetter (fast) immer mitgespielt, die Reisezeit war optimal und wir sind mit tollen Eindrücken nach Deutschland zurückgekehrt, an die wir noch lange zurückdenken werden.

 

Genug der Vorrede, jetzt soll es endlich losgehen! Have fun and enjoy!