Durch drei Länder zurück nach Hause

Die letzten Tage im Baltikum brachen an, wir verbrachten sie vor allem damit, wieder ganz vom Nordwesten Estlands zurückzufahren zum Fährhafen nach Klaipeda in Litauen, insgesamt knapp 700 km. Am ersten Tag ging es von der Insel Saaremaa mit der Fähre aufs Festland und dann die Küste hinab über die Via Baltica bis nach Lettland. Um an dem langen Fahrtag die Beine zu vertreten, hatten wir einen Zwischenstopp im Kemeri-Nationalpark eingeplant, wo wir eine knapp 4 km lange Moorwanderung auf einem schön angelegten Bohlenweg absolvierten, zum Glück hatte der Regen, der gegen Mittag einsetzte, mal wieder Pause . Anschließend ging es noch weiter bis in den Ort Kuldiga, wo wir übernachteten. In diesem kleinen, überschaubaren Ort scheint die Zeit still zu stehen, nur wenige Häuser sind restauriert, das gesamte Stadtbild einheitlich historisch und leicht verfallen, eine ruhige, etwas provinzielle  Atmosphäre herrscht, ein wirklich entspannter Urlaubsort, in dem wir gerne auch noch ein oder zwei Tage länger geblieben wären. Es ging am nächsten Tag jedoch weiter bis nach Klaipeda, denn hier legte am Abend unsere Fähre ab. Auch in Klaipeda blieb noch Zeit für einen Spaziergang durch die Stadt, wobei uns dieser Ort enttäuschte, er wirkte uneinheitlich, auch vernachlässigt, von allen Orten im Baltrum war es der, der uns am wenigsten gefiel. Pünktlich auf die Minute um 22 Uhr liegt die Fähre ab und nach einer ruhigen Überfahrt kamen wir am nächsten Nachmittag um 17 Uhr wieder in Kiel an, noch weitere 400 km folgten, dann waren wir wieder nach Mitternacht endlich zu Hause. Das war's dann.   Schön war's im  Baltikum!

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