Saaremaa bei Sonne und Regen

Zur letzten Etappe des Urlaubs brachen wir bei leider recht feuchtem Wetter frühmorgens in Tallinn auf, fuhren zum Fährhafen Virtsu, um von dort aus die Fähre auf die Insel Saaremaa zu nehmen. Diese war für 12:00 Uhr gebucht, wir schafften es so gerade eben noch pünktlich. Bei trübem Wetter erfolgte die Überfahrt in weniger als 30 Minuten. Bevor man auf die Insel Saaremaa kommt, muss zuvor noch kurz die Insel Muhu passiert werden, dort besuchten wir das kleine, aber feine Freilichtmuseum in Koguva, das die Einwohner des Ortes in einigen leerstehenden Häusern an Ort und Stelle liebevoll errichtet hatten. Glücklicherweise pausierte der Regen zum Zeitpunkt unseres Besuches dort. Auf der Weiterfahrt wurde dann noch ein kurzer Zwischenstopp am Meteoritenkrater Kaali eingelegt. Unterkunft bezogen wir im Hauptorte der Insel, in Kuressaare. Von dort aus wurden an den folgenden Tagen Ausflüge durchgeführt, am nächsten, ebenfalls ziemlich verregneten Tag, wurde morgens noch bei Sonnenschein die Burg in Kuressaare besichtigt, nachmittags bei Regen eine Wanderung im Vidumäe-Moor unternommen, am Abend, nachdem der Regen endete, eroberten wir die Klippen bei Panga. Am nächsten Tag stand ein Besuch der Windmühlen von Angla auf dem Programm, außerdem der Kirche von Karja mit interessanten, heidnischen Symbolen als Deckengemälde. Daran schloss sich noch eine längere Wanderung im Vilsandi-Nationalpark auf der Halbinsel Harilaid an, bevor es abends wieder zurück in die Hauptstadt ging. In der Nacht auf den 24. Juni feiern alle Balten Mittsommer, in Estland Jaanipäev genannt. Hierzu wird am Abend zuvor öffentlich ein Lagerfeuer angezündet, so auch in Kuressaare hinter der Burg, diesem Lagerfeuer statteten wir einen Besuch ab. Verbunden war das Lagerfeuer mit einer Belustigung mit Folkloregruppe, Livemusik und Kindergeburtstagsspielen, die Einheimischen hatten viel Spaß. Für uns endete so die letzte, größere Etappe des Urlaubs, in den folgenden drei Tagen sollte es stückweise wieder gen Heimat gehen.

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