Riga - die größte Stadt im Baltikum

Riga, die Hauptstadt Lettlands, ist gleichzeitig die größte Stadt des Baltikums. Dieses bemerkten wir schon, als wir in die Stadt einfuhren und im ersten Stau unseres Urlaubs standen. Am Montag wollten wir Riga dann in Augenschein nehmen. Wir starteten unseren Rundgang bei noch sonnigem Wetter morgens im Jugendstilviertel, das nur einen Block von unserem Hotel entfernt lag. In Riga findet man das größte, zusammenhängende Bauensemble dieser Stilrichtung vom Anfang des 20 Jahrhunderts, mehrere, repräsentative Gebäude, häufig von denselben Architekten entworfen, liegen eng zusammen und geben einen guten Eindruck von der Schönheit und dem Einfallsreichtum der Künstler dieser Zeit. Danach führte uns unser Weg weiter in die Altstadt, wo wir, geleitet vom Reiseführer, hin und her liefen und dabei die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Augenschein nahmen. Erwähnung finden sollten unter anderem die "3 Brüder", 3 direkt nebeneinander stehende Gebäude, von denen das rechte das älteste der Stadt ist. Außerdem war der Dom wirklich eindrucksvoll, weniger die Ausstattung, die weitestgehend zerstört war, als vielmehr die wirklich eindrucksvolle Orgel aus deutscher Produktion, eine der größten in Europa. Sehr prächtig wiederhergestellt war auch das Schwarzhäupterhaus, errichtet von einer Vereinigung unverheirateter, deutscher Kaufleute vor vielen hundert Jahren. Neben diesen Highlights boten sich auch immer wieder Ein- und Durchblicke durch schmale Gassen, auf schöne Häuserfronten und hohe Kirchtürme, wie überhaupt die Kamera heute fast ausschließlich Fotos im Hoch- und nicht im Querformat schießen musste. Der einzige Wermutstropfen lag darin, dass, erstmals während dieses Urlaubs, es im Laufe des Nachmittages immer mal wieder ein wenig zu nieseln anfing, zumindest gab es aber keinen Dauerregen und auch die Temperaturen waren noch sehr angenehm warm.

Am zweiten Tag des Aufenthalts in Riga stand morgens noch die Fahrt mit dem Aufzug auf den Turm der St. Petrikirche an, die leider am Vortag geschlossen hatte. Zur Öffnung um 10 Uhr waren wir überpünktlich vor Ort, leider auch einige andere Leute, sodass wir sicherlich noch fast eine halbe Stunde warten mussten, bis wir endlich mit dem Aufzug nach oben fahren konnten. Die Aussicht war herrlich, trotz der Tatsache, dass der Himmel immer noch sehr bedeckt war und es leider wieder einmal angefangen hatte zu regnen. All die Highlights, die wir am Vortag abgeklappert hatten, konnten wir aber noch einmal aus der Vogelperspektive bestaunen, außerdem einen ersten Blick auf die Markthallen werfen, die unser letztes Ziel in Riga sein sollten. Nach der Turmbesteigung gingen wir also zurück zum Hotel, nahmen unser Auto und fuhren zu einem Parkplatz nahe den Markthallen, die wir knappe zwei Stunden lang erkundeten. Bei den Markthallen handelte es sich um 5 ehemalige Zeppelin-Hangare, entsprechend groß kann man sich die Ausmaße vorstellen. Imposant war insbesondere die riesige Auswahl an Obst und Gemüse, hier wiederum gab es saisonal vor allem Tonnen von Kirschen und Erdbeeren, bei denen man schon vom Duft zum Kaufen verlockt wurde. Obst und Gemüse wurde vor allem außerhalb der Hallen verkauft, in den Hallen gab es insbesondere Fisch, Fleisch und Milchprodukte, außerdem noch ein bisschen von diesem und jenem. Auch wir kauften, überwältigt vom Angebot und vom Geruch, das eine oder andere ein, ehe wir uns am Nachmittag auf die Weiterfahrt machten.

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